‚Born to be Bond‘: James Bond-Darsteller Daniel Craig und der Namensgeber der Figur sind miteinander verwandt

  • Vogelkundler Bond inspirierte Autor Ian Fleming zur Namensgebung von 007.
  • Daniel Craig und der reale James Bond sind entfernte Halbcousins.
  • Gemeinsamer Vorfahr war der erste Duke of Lancaster.

Lange mussten Kinofreunde und Filmwirtschaft auf den Restart nach der Pandemie warten. Im Herbst sollen endlich wieder die ganz großen Blockbuster über deutsche Leinwände flimmern. Einer davon ist sicher die neue James-Bond-Verfilmung „Keine Zeit zu sterben“ am 30. September. Was die wenigsten wissen: Darsteller Daniel Craig und der Namensgeber für Agent 007 sind miteinander verwandt! Wir haben herausgefunden, dass der gemeinsame Vorfahr die erste Person war, die den Titel „Duke of Lancaster“ trug.

So mancher Leser und Kinogänger mag sich schon gefragt haben, wie der MI6-Agent eigentlich zu seinem Namen kam. Man muss wissen, dass Bond-Autor Ian Fleming nach seinem bewegten Leben vor und während des Zweiten Weltkrieges offenbar ein wenig Ruhe suchte und sich 1946 ein Anwesen mit Strandzugang auf Jamaika namens „Goldeneye“ zulegte. Dort verbrachte er in der Folge etliche Winter und beobachtete mit Vorliebe Vögel. Auf den Namen stieß er über das vogelkundliche Standardwerk „Birds of the West Indies“ des US-amerikanischen Ornithologen und Experten für die karibische Vogelwelt, James Bond (1900-1989).

Für Fleming klang dessen Name absolut passend für die Romanfigur eines schwarzhaarigen und blauäugigen MI6-Agenten. Wie wir heute wissen, schätzte Fleming den Namen als „kurz, unromantisch, angelsächsisch und zugleich äußerst maskulin“ [1]. Tatsächlich hatte auch der Ornithologe Bond eine durchaus markante, sportliche Figur und dunkle Haare.

Daniel Craig dagegen wurde unter anderem wegen seines Blondschopfs im Vorfeld der ersten James-Bond-Rolle eher skeptisch beurteilt [2]. Doch eben jener Daniel Craig brachte als sechster Bond-Darsteller 2006 Flemings allerersten Bond-Roman „Casino Royale“ auf die Leinwand.

Gemeinsamer Vorfahr des wahren James Bond und Daniel Craig

Dank Ancestry wissen wir, dass Craig auch der erste Bond-Darsteller ist, dessen Verwandtschaft mit dem amerikanischen Ornithologen belegt werden kann. Da der ‚wahre‘ Bond bereits 1989 verstarb, hatten Namensgeber und Darsteller der Romanfigur leider keine Chance, sich in dieser Funktion noch kennenzulernen – anders als Ian Fleming. Er lud den Ornithologen Bond im Februar 1964 auf „Goldeneye“ ein und überreichte ihm den damals aktuellen Roman mit der Widmung „dem wahren James Bond vom Diebe seiner Identität“ [3].

Die Eltern von Daniel Craig haben beide sowohl englische als auch walisische Wurzeln. Um jedoch die Verwandtschaft zu James Bond, dem Ornithologen, zu belegen, muss man fast 800 Jahre zurückblicken. Beide sind Halbcousins 19. Grades. Ihr gemeinsamer Vorfahr war der erste Duke auf Lancaster, John of Gaunt (1340 – 1399). John of Gaunt war der dritte überlebende Sohn von König Edward III. Sein Sohn Heinrich IV. wiederum war der erste englische König aus dem Hause Lancaster, das auf John of Gaunt zurück geht.

„Manchmal reichen gemeinsame Wurzeln viele Jahrhunderte zurück. Wenn ein Vorfahr einen Titel wie ´Duke of Lancaster´ trug, ist das natürlich faszinierend. Auch wenn nicht jeder mit einem Adligen oder berühmten Schauspieler verwandt ist, kann dennoch jeder bedeutsame und spannende Entdeckungen bei der Erforschung der eigenen Familiengeschichte machen und interessante Vorfahren finden“, so Alexandra Rudhart von Ancestry.

[1] Mary Wickham Bond: How 007 Got His Name. Collins, London 1966

[2] https://rp-online.de/kultur/film/james-bond-einfach-zu-blond_aid-17258919

[3] Mary Wickham Bond: How 007 Got His Name. Collins, London 1966

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